Gepostet von Elisabeth am Aug 13, 2011
Fast alle Menschen (98 Prozent) kommen mit gesunden Füßen auf die Welt, jedoch nur 40 Prozent haben sie auch noch als Erwachsene. Der Ursprung für Fußschäden, die in weiterer Folge auch für Knie-, Hüft- und Wirbelsäulenbeschwerden sorgen können, liegt meist schon in der Kindheit. Seit Jahren liefern regelmäßige Stichproben jedoch immer wieder die selben Zahlen; mehr als 50 Prozent aller Kinder tragen zu kleine Schuhe – häufig sogar um bis zu drei Nummern und das sind immerhin 2 Zentimeter.
Es liegt auf der Hand, das dies nicht gerade optimal für die Entwicklung der kleinen Füßchen ist. Dabei wäre es eigentlich nicht schwer, sie bestmöglich wachsen zu lassen. Sie bräuchten nur genügend Freiheit und zwar im doppelten Sinn: Freiheit von den Schuhen (also barfuß gehen) und Freiheit in den Schuhen (passende, mit genügendem Bewegungsspielraum).
“Passen Dir die Schuhe”? Diese Frage können Kinder noch nicht richtig beantworten, denn ihre Füße sind viel weicher und beweglicher als die von Erwachsenen. Darin liegt auch der Grund, weshalb sie so gut in viel zu kleine Schuhe passen. Ihr Empfinden ist ebenfalls noch nicht so ausgebildet, dass sie zu kleine Schuhe auch als zu klein erkennen können. Es dauert ungefähr 16 Jahre, bis die Füße ihre Entwicklung abgeschlossen haben.
Wenn Sie ihrem Kind Schuhe kaufen, lassen Sie sich nicht vom Angebot – Strampelschuhe, Lauflernschuhe, solche mit Gewölbestützen und Fußbett – verunsichern. Dabei hat sich die Schuhindustrie etwas zu sehr auf das Produkt und zu wenig auf die kleinen Kunden konzentriert. Kinderfüße brauchen auch keine Schuhe mit irgendwelchem Schnickschnack, sondern nur passende Schuhe. Lange Zeit glaubte man, dass Kinderfüßchen mit hohen Schuhen gestützt werden müssen. Heute weiß man, dass Stützen, Lenkungen und Lauflernschuhe keinen Anteil an gesunder Fußentwicklung haben.
Um Passende zu finden, sollte auf folgendes geachtet werden: